Apotheker vermeiden Insolvenz: Neue Geschäftsideen für die Branche gesucht
1. Juli 2011 von redaktionMehr und mehr Apotheken stehen in Hessen vor der Insolvenz. Um den Trend der Umsatzeinbußen zu stoppen werden neue Geschäftsfelder gesucht. Alleine in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres mussten 20 Apotheken Insolvenz anmelden. Gesundschrumpfen oder Sterben der Branche? Peter Homann, Vorsitzender des hessischen Apothekerverbands sieht das nicht so: Mancher Betrieb rechne sich einfach nicht. „Der geht in die Insolvenz oder ist nicht zu verkaufen, wenn der Inhaber aus Altersgründen aufgeben muss.“ Doch im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen der verkauften Packungen um knapp drei Prozent in Hessen gesunken. Der Gesamtumsatz stieg auch nur um 50 Millionen Euro auf knapp 3 Milliarden.
Apotheken, die kurz vor der Insolvenz stehen, suchen in Hessen nach neuen Geschäftsfeldern. Das sogenannte „Zukunftskonzept“, ausgearbeitet von Apothekern und der Kassenärztlichen Vereinigung auf Bundesebene ist eine neue Einnahmequelle. Apotheker und Hausarzt bilden hier gegen Honorar ein Team, dass die Einnahme von Medikamenten mehrfach-kranker Patienten überwacht.
Apotheken in Hessen sind bisher auch vor der Insolvenz verschont geblieben, weil Hessen weniger den Sparzwang der Bundesregierung spürt. Doch Hessen holt laut einer Mitteilung der Techniker Krankenkasse auf. Vergangenes Jahr verschrieben die niedergelassenen Ärzte Arznei im Wert von mehr als 2,4 Milliarden Euro. Die Steigerung liege damit nur um neun Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 6 Prozent.
Quelle: fr-online
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